Noch 12 Tage – Langsam wird’s ernst :-)

Jetzt sind es tatsächlich nur noch 12 Tage, -keine zwei Wochen mehr-. Meine Gefühle sind eine Mischung aus Vorfreude, Angst, Respekt, Hoffnung und Anspannung. Nun geht’s also wirklich bald los. Selbst das Restaurant für die Nudelparty ist bereits reserviert, da wir dachten, dass am Samstag vor dem Marathon wohl mehr Leute auf die Idee kommen Pasta zu essen. Und eine Platz für ca. 13 Personen bekommt man nun mal nicht einfach so ;-). Bevor ich noch ein wenig auf meine finale Trainingsvorbereitung eingehe, noch ein kurzer Bericht vom Halbmarathon in der fränkischen Schweiz, den ich doch tatsächlich unter 2h gelaufen bin -endlich-.

Am 04.09.2016 stand die Teilnahme am Halbmarathon in der fränkischen Schweiz auf unserem Trainingsplan. Der Start war in Ebermannstadt um 10:45Uhr. Melli und ich trafen uns um 8:30Uhr und fuhren gemeinsam dort hin. Ein Arbeitskollege von mir hatte uns netterweise eine sehr gute Wegbeschreibung gegeben um keine Probleme bei der Anfahrt, wegen der Straßensperrungen, zu bekommen.

Die Abholung der Startunterlagen lief reibungslos, außer ein wenig Werbung, der Startnummer und meinem Chip befand sich nichts weiter in meinem Startbeutel. Dabei freue ich mich immer so über die kleinen Proben oder sonstigen Überraschungen die sich sonst in den meisten Startbeuteln befinden ;-). Nur noch schnell zurück ans Auto, Nummer und Chip befestigt und zurück Richtung Start. Dort trafen wir auf Tanja, ebenfalls vom Laufteam, eine treue Begleitung in den letzten Trainingswochen, da sie auf den Köln-Marathon trainiert. Wird auch ihr erster Marathonlauf. Zusammen sind wir dann ein wenig eingelaufen.

Irgendjemand -wenn ich nur wüsste wer-, meinte im Vorfeld, dass der Halbmarathon relativ eben ist,…wenn ich mich nur erinnern könnte wer das war…und ich habs irgendwie auch noch geglaubt. Im Folgenden ist der Streckenverlauf und das Höhenprofil dargestellt:

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Im Endeffekt ging es ständig bergauf und bergab. Und das schlimme dabei war, dass die Freude jedes bergab-laufens durch die Tatsache getrübt wurde, dass  ich genau wusste: diesen Berg musst du am Rückweg wieder hoch  :-/ !!. Das Wetter war perfekt, am Anfang etwas warm aber dann schoben sich Wolken vor die Sonne. Ich lief los mit einem konstanten 5:35min/km Schnitt. Diesen konnte ich relativ gut halten. Vielleicht auch dank des vorangegangen Tempodauerlauf über 16km in demselben Schnitt an dem Donnerstag zuvor.

Das schöne war, dass einem dann irgendwann die ersten Läufer des Marathons entgegen kamen und die Läufer fingen an zu applaudieren. Aber nur für die ersten drei Männer und vielleicht noch die ersten beiden Frauen ;-). Trotzdem irgendwie toll und man vergisst dabei, dass man ja selbst gerade in einem Wettkampf ist. Dann vermischten sich die Läufer des Marathons mit den ersten des Halbmarathons auf der Gegenfahrbahn. Ich hielt Ausschau nach Tanja und Melli und natürlich nach Silke, ebenfalls vom Laufteam die beim Marathon gestartet ist.

Irgendwann, gar nicht soweit vom Wendepunkt entfernt, sah ich dann Tanja die mit einem breiten Lächeln und freudig winkend auf mich zulief. -Das motiviert :-)- Ich wusste, dass Melli auch nicht weit sein kann. Als sie auf mich zu kam, klatschten wir uns ab und liefen gleich beide wieder einen Schritt schneller. Silke folgte kurz hinter Melli beim Zugläufer für 4h, sie sah noch relativ fit aus, aber was anderes hätte ich auch nicht erwartet :-). Nach der Wende war ich dann immer dicht hinter Silke und ich hielt weiter meinen Schnitt. Eigentlich dachte ich, ich würde sie noch irgendwann einholen, aber es gelang mir bis zum Schluss nicht. Sie kam mit unglaublichen 4:03h ins Ziel, eine tolle Zeit für einen spontanen Marathon :-).

Ich war auch voll auf Kurs, mit einem 5:35min/km war ich mir sicher würde es diesmal klappen. Am Schluss ging es gefühlt nur noch bergauf und es begann zu regnen und die 2h Zugläuferin erschien dicht hinter mir…dann war sie neben mir. Am Straßenrand standen plötzlich Jutta und Karl-Heinz, unsere Trainer vom Laufteam und feuerten uns an. Ich freute mich wirklich, dass sie extra wegen uns gekommen waren.

-Ein Schild auf dem stand noch 500m bis zum Ziel stand am Straßenrand.-

Auf meiner Uhr waren die 21km bereits voll. Ich fing an zu rechnen,…noch 500m??? Das wird knapp. Plötzlich wurde ich geschubst,…was war los?. Es war die 2h-Zugläuferin die sagte: „Los weiter, da vorne ist gleich das Ziel!! Nicht aufgeben!!“ Fast wäre wegen des Schubsens auch noch gestolpert. Aus Angst, dass die Zugläuferin noch mal einen Angriff 😛 startet, lief ich gleich noch schneller und kam dann mit 01:59:21h und 21,44km auf der Uhr ins Ziel. Ich hatte es geschafft unter zwei Stunden (trotz der etwas längeren Strecke). Total durchnässt und fix und fertig stand ich im Ziel. Da kam auch schon Silke (die vorher einen Marathon gelaufen war) freudestrahlend auf mich zu und fragte, ob alles klar sei und sie MIR was zu trinken holen solle. Dankend nahm ich an. Jetzt im Nachhinein betrachtet schon echt witzig, das Silke sich da um mich kümmerte :-)). Vielen Dank nochmal an dieser Stelle dafür. Plötzlich war dann da auch Melli und Tanja und wir tauschten uns aus, wie es bei wem war. Oder mehr ich saß fertig auf der Bank und trank mein alkoholfreies Weizen, während die anderen erzählten :-P. Aber egal ich hatte es geschafft.

urkunde_fraenk

Nach dem Lauf verfolgten wir in der kommenden Woche weiter unseren Trainingsplan und haben den letzten Ü30km Lauf letzten Samstag (33,4km) absolviert. Ab jetzt wird es deutlich weniger. Wir sind doch tatsächlich in der sogenannten „Tapering-Phase“ angelangt.

Von mir aus kann es jetzt los gehen. Ich freue mich schon wenn ich nach dem Marathon wieder mal ohne Plan laufen gehen kann, wann und wie ich will, und vor allem freue ich mich darauf auch mal ne Trainingseinheit ohne schlechtes Gewissen sausen zu lassen  ;-).

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