231 Tage bis zum Marathon – Ich arbeite an meinem Laufstil

Bei einer meiner letzten Runden mit dem Laufteam, kam die Trainerin angelaufen und meinte „Hörst du dich Laufen?“. Mir war im ersten Moment gar nicht klar was sie von mir will, also erwiderte ich: „Ähh, ja ein bisschen.“ Ich dachte sie meint meine Atmung, die nach fast schon 20km deutlich zu hören war. Dann fragte sie, ob ich sie laufen höre…was will se denn bloß? Ich erwiderte wieder: „Ja auch ein wenig.“ Dann rückte sie mit der Sprache raus. Das vorher war nur die nette Art und Weise mir zu sagen, dass ich durch die Gegend stampfe wie ein Trampel. Sie fing an mir zu erklären, ich solle versuchen so leise wie möglich zu laufen. Immer schön abrollen, Arme mitnehmen, Bauch fest und was noch alles dazu gehört. Da das jedoch schon relativ am Ende unseres langen Laufes war, beschloss ich gestern eine kleine Runde mit dem Hund spazieren zu Laufen und dabei etwas an meinem Laufstil zu arbeiten. So liefen Bella und ich los. Bella ist ein toller Laufpartner und immer für eine Ausrede gut warum ich nicht so schnell oder weit laufen konnte 😉 .

So fing ich an darüber nachzudenken, was ich alles über einen „guten Laufstil“ weiß. In vielen Läuferzeitschriften habe ich bezüglich Laufstil schon sehr viel gelesen, da gibt es viele verschiedene Theorien. Eine davon war, dass es keinen perfekten Laufstil gibt, dem würde ich in sofern zustimmen, dass ja jeder auch etwas anders läuft. Anderseits wiederholten sich so einige grundlegende Dinge doch in allen Artikeln, die Dinge die uns auch unsere Trainer vom Lauftreff immer runter beten.

Ok, also los:

1. Oberkörper aufrecht, nur leicht nach vorne gebeugt.

2. Arme locker und unterstützend seitlich am Körper in Laufrichtung mitnehmen. – Leichter gesagt als getan – Irgendwie hab ich dabei immer das Gefühl meine Schultern zu sehr anzuspannen. Wichtig ist es dabei zu vermeiden die Arme beim Laufen zu weit nach innen zu pendeln.

3. Die Daumen liegen auf den locker zur Faust geballten Fingern auf. Nicht zur verkrampft!!

4. Füße parallel zur Laufrichtung bewegen und schön von der Ferse über den Ballen abrollen.

5. Versuchen eine feste Körpermitte zu haben.

Ahhja ok das reicht fürs erste. Ziemlich anstrengend diese Laufstilsache, wenn man sich darauf konzentriert.

Die Verdauung meines Hundes zwang mich zu einer kurzen Pause. Mit der braunen Tüte in der Hand, sieht mein Laufstil womöglich nicht mehr ganz so elegant aus. Aber der nächste Mülleimer war zum Glück nicht weit.

Immer wieder merkte ich, dass wenn ich mich nicht darauf konzentriere meine Schritte wieder lauter wurden. Dann bemühte ich mich wieder schön abzurollen.

Diese kurze 5km Runde (der Hund schafft ja nicht so viel in meinem Tempo :-P), war echt anstrengend vor lauter denken und darauf achten, dass ich alles „richtig“ mache, aber vielleicht bringt es ja was, sich ab und zu ein bisschen Mühe zu geben.

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6 Gedanken zu “231 Tage bis zum Marathon – Ich arbeite an meinem Laufstil

  1. Hallo, Ina, wenn ich mich hier kurz einschalten darf, so würde ich mir erlauben, zwei Punkte bei der vorgeschlagenen Läuferhaltung zu korrigieren.

    1. Bitte keine Faust beim Laufen machen, die Hände locker halten, als hätte man einen Sektkorken in der Hand, sobald du eine Faust machst, könnte alles verkrampfen, je länger man läuft, desto größer die Gefahr. Die Schultern ganz locker, die Arme ebenso locker mitführen.

    2. Wenn es dir möglich ist, und das kann man schnell lernen – nicht mit der Ferse, sondern mit dem Vor- oder Mittelfuß aufsetzen – nix mit Abrollen, die beste Art, Verletzungen vorzubeugen, ist das Laufen auf dem Vor- oder Mittelfuß.

    Da ist schon was Wahres dran, Läufer, die man nicht hört, laufen meist sehr ökonomisch, leicht wie eine Feder, daher hört man sie auch nicht, dann hast du alles richtig gemacht, aber es bedarf auch der Übung – lass‘ dir Zeit, irgendwann wird es dir auch gelingen !

    Grüße von der Ostsee 😎

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    1. Hallo, danke für die tolle Umschreibung für die Handhaltung mit dem Sektkorken :-), drum habe ich geschrieben lockere Faust. Jedoch kann man sich’s mit dem Korken besser vorstellen. Auch das mit dem Vor- oder Mittelfuß werd ich probieren ;-). Bestimmt hat die Trainerin das auch so gemeint 🙂

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  2. Liebe Ina,
    es gibt nichts Aufregenderes als den Weg zum ERSTEN Marathon! Den habe ich 2012 gemacht und es war wunderbar!
    Ja, diese ganzen Fragen und Zweifel, die man da so erlebt…
    Was die Nicht-Faust angeht, habe ich mal gelesen man solle sich vorstellen, einen Schmetterling in der Hand zu halten, ohne ihn zu zerquetschen.
    Ach ja, Ferse, Mittelfuß oder Ballen…? Da gibt es Glaubenskriege. Du wirst pro und contra finden, gute Argumente dafür und dagegen. Ist wie mit der Frage der Schuhe, Natural Running oder Dämpfung in den Schuhen? So viele „?“
    Ich bin bekennende Fersenaufsetzerin. Für langsameres Tempo für mich das Normalste, für Sprinter hingegen gilt Vorfuß. Schau Dir mal Usain Bolt ganz genau an und wie er die Füße aufsetzt. Mit Ferse könnte er nie so schnell sein.
    Und dann schau Dir mal Marathonis und deren Fußaufsatz an.
    Probier es aus und spüre in Deinen Körper hinein, wie es sich anfühlt.
    Zudem bevorzuge ich Schuhe mit Dämpfung, hat gesundheitliche Gründe. Aber auch da musst Du ausprobieren.
    Ich wünsche Dir viel Freude auf dem Weg zum ersten Marathon!
    Liebe Grüße
    Elke

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    1. Hallo Elke,
      danke für deinen lieben Kommentar. Ja genau so ist es, wir bekommen so viele Tipps und Ratschläge. Dabei ist es nun wichtig herauszufinden, welche auch zu mir/uns passen ;-). Es gibt Tage da trau ich mir den Marathon zu und natürlich auch andere Tage an denen ich nach 5km denk: „Wie willst du nen Marathon laufen?“
      In solchen Momenten denke ich dann immer darüber nach, wie es sein wird durchs Ziel zu laufen, das gibt mir dann wieder Motivation.
      Ja ich habe auch Schuhe mit Dämpfung ;-).
      LG Ina

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      1. Liebe Ina,
        ja, diese Zweifel, kenne ich auch. Gehört dazu. Und erst die letzte Nacht vor dem Lauf… Und der Moment, wenn es dann losgeht. Und richtig, der Moment, wenn man ins Ziel kommt und es geschafft hat, ganz unvergleichlich!
        Aber mach Dir keinen Druck. Mit einer guten Vorbereitung wirst Du ankommen, und das ist, was zählt. Die Zeit ist beim ersten Marathon nebensächlich, da kannst Du Dir für einen zweiten noch Ziele setzen. Aber der erste, den läuft man nur einmal!
        Weiterhin viel Spaß und Erfolg beim Training!
        Liebe Grüße
        Elke

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